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Erasmus-Student an der Queen's
University of Belfast, Nordirland
![[The Queen's University of Belfast]](../uni/erasmus/qub-crest-outl.gif)
Wappen der Queen's University
![[Belfast coat of arms]](../uni/erasmus/belfast-coat.gif) Wappen der
Stadt Belfast
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Inhalt
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Dieser Survival Guide ist weder vollständig noch objektiv. Er
beschreibt die Eindrücke und Erfahrungen von Studenten der TUM vor,
während und nach dem Aufenthalt in Belfast. Damit der Guide auch für
zukünftige Erasmus-Austauschstudenten nützlich bleibt, ist es wichtig,
dass er nicht einfach in seiner jetzigen Form bestehen bleibt, sondern
im Gegenteil von jeder neuen Studentengruppe in Belfast
fortgeschrieben, ergänzt und verbessert wird. Doch nun zum
eigentlichen Thema.
![[Gebäude]](../uni/erasmus/qub-lanyon1.gif) Lanyon building, das Hauptgebäude der QUB
Im Rahmen des Sokrates/Erasmus-Austauschprogramms bietet es sich
an, das fünfte Semester nach dem Vordiplom im Ausland zu verbringen.
Austauschprogramm heißt, so wie wir eine Partner-Uni im Ausland
besuchen, kommen von dort auch ausländische Studenten zu uns. Somit
bedeutet das Stipendium viele Vorteile, aber auch Pflichten. Es wird
von euch erwartet, dass ihr gegenüber Kontakten zu ausländischen
Erasmus-Studenten, die hier in München ein Semester verbringen,
aufgeschlossen seid. Außerdem solltet ihr Nachfolgern, die nach euch
an der selben Uni studieren, mit Rat zur Seite stehen, wie wir es
getan haben.
Einer der vielen Vorteile ist, dass nahezu alle der im Ausland
erbrachten Leistungen hier in München für's Hauptstudium anerkannt
werden, allerdings nach vorheriger Absprache mit Angelika
Reiser und dem Segen des ECTS-Koordinators der Informatiker, Prof.
Esparza.
Zudem bekommt ihr einen monatlichen Zuschuss von der EU (bei uns
ca. 125€ pro Monat), ihr müsst an der Partner-Universität keine
Studiengebühren zahlen, und vieles mehr. Lediglich für die Unterkunft
und Verpflegung, usw. müsst ihr selber aufkommen.
Wenn ihr noch vor der Entscheidung steht, welches Land ihr wählen
sollt, dann können wir euch Belfast nur wärmstens empfehlen.
Sicherlich, die meisten Studenten, die ein englischsprachiges Land im
Kopf haben, bewerben sich für Newcastle in England, da wir mit der Uni
dort schon länger liiert sind. Belfast wurde erstmals 1995 von
Münchnern besucht. Für viele ein ausschlaggebendes Motiv: Man spricht
Englisch. Nordirland gehört zu Großbritannien, im Gegensatz zur
Republik Irland (dort wird aber auch kaum mehr gälisch/irisch
gesprochen, sondern Englisch).
![[Stormont]](../uni/erasmus/stormont.s.jpeg) Richard vor Stormont Castle, wenige Wochen bevor dort die
erste Sitzung des neuen Parlaments stattfand
Die grüne Insel bietet eine einmalige, harmonische Landschaft, ein
mildes Klima (Golfstrom) und meist aufgeschlossene Bewohner. Für viele
scheint Belfast wenig attraktiv, weil sie die Stadt sofort mit dem
Nordirland-Konflikt in Verbindung bringen. Wegen der so genannten
"Troubles" braucht ihr euch allerdings keine Sorgen zu machen. Auch
wir haben von den schlimmen Ereignissen nur über die Medien erfahren.
Ganz im Gegenteil: Seht in eurem Aufenthalt die Chance, den
historischen Friedensprozess ganz aus der Nähe mitzuerleben. Für uns
war es eine interessante Zeit, in Belfast zu sein, als dort das erste
nordirische Parlament seit Jahrzehnten tagte, oder die IRA anbot, ihre
Waffen unbrauchbar zu machen!

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Bewerbung für das Stipendium
Das Bewerbungsverfahren läuft über die Studienberaterin der
Fakultät für Informatik, Fr. Dr. Angelika
Reiser. Meistens findet im Vorfeld ein Informations-Nachmittag bei
Angelika statt, bei dem Ehemalige von ihrem Austausch erzählen und
Inhalt/Abgabetermin der Bewerbungsunterlagen bei Angelika festgelegt
werden. Die Bewerbung umfasst einen Lebenslauf, den bisherigen
Studienablauf (inklusive der bisher erzielten Noten), sonstiges
Engagement (was man in der Freizeit macht, ob man sich in Vereinen
engagiert, usw.) und die eigene Motivation für den
Auslandsaufenthalt.
Anschließend lädt Angelika jeden noch zu einem Auswahlgespräch ein,
um das ein oder andere noch zu klären und sich ein persönliches Bild
machen zu können. Zu guter letzt wird dann entschieden, wer fahren
darf.
![[ILO]](../uni/erasmus/ilo.s.jpeg) Peter vor dem ILO, Malone Road
Hast du einen Platz ergattert, dann meldet Angelika deinen Namen
und Adresse nach Belfast. Von dort kommt dann bald Post aus dem International Liaison Office
(ILO), der so genannte "Erasmus/Socrates Student Application
Pack". Er enthält alle wichtigen Anmeldeformulare für die Universität,
die Unterkunft sowie mehrere sehr informative Broschüren über das
Studieren und Leben in Belfast. Prospekte aus dem Touristenbüro und
ein kleiner Stadtplan runden das Paket ab. Diese Post wird durch eine
Mitarbeiterin des ILO zusammengestellt, an sie richtest du weitere
allgemeine Fragen (per Mail). Fragen bezüglich des Studiums und der
Fächerwahl stellt ihr besser an den Erasmus/Sokrates Austauschdirektor
für Computer Science, Mr Michael
McKeag.
Ihr solltet Euch unbedingt einmal mit Ehemaligen zusammensetzen.
Die Mailadressen bekommt ihr anfangs beim Info-Nachmittag, bei Frau
Dr. Reiser bzw. auf der Homepage der Studienberatung, ...oder hier! In
Belfast waren bisher (alle @in.tum.de):
- 2000/2001: Markus Koelmans (mkoelmans)
- 1999/2000: Richard Atterer (atterer), Peter Fischer (fischerp), Leonid Kof (kof), Martin Wildmoser (wildmosm)
- 1998/1999: Paul Hoser (hoser)
- 1997/1998: Michael Luber (luber), Marko Werner (werner)
- 1996/1997: Klaus Holzapfel (holzapfe), Gertrud Bauer (bauerg), Stefan Schäffer (schaeffe)
- 1995/1996: Viktor Schuppan (schuppan)
- 1994/1995: Reinhard Schaffner (schaffnr)

Während dem oder der Auslands-Semester wird man an der TU
beurlaubt. Hierfür ist das Zulassungs- und Immatrikulationsamt
zuständig. In der Vergangenheit geschah es durch Herrn
Bachmann, Zimmer 0029, zur Rückmeldungs-Zeit für's Wintersemester,
oranges Formular gibt's dort, Bestätigung von Fr. Reiser und
Studienbuch nicht vergessen (dort wird die Beurlaubung eingetragen).
Macht euch ein paar Kopien von Angelikas Bestätigung, ihr werdet sie
bestimmt noch brauchen. Man bekommt für das/die Auslands-Semester
trotz Beurlaubung von der TU Immatrikulations-Unterlagen geschickt, es
steht nur auf ihnen, dass man beurlaubt ist.
Von der Queen's University bekommt man ebenfalls eine
Studienbescheinigung geschickt. Es empfiehlt sich, von dieser
Bescheinigung einige Kopien zuhause zurückzulassen, sie aber nach
Belfast mitzunehmen. Sie ist wichtig für's Kindergeld,
Hinterbliebenenbezüge, u.ä. Vielleicht wollt ihr ja auch nur euer Computerzeitungs-Abo weiterlaufen
lassen, und braucht dringend eine solche Bestätigung. Darüber hinaus
ist sie nützlich, solange man noch keinen Queen's-Studentenausweis
hat, z.B. zum Konto eröffnen.
![[Castle]](../uni/erasmus/castle.s.jpeg) Belfast Castle, während der Einführungstage
DVP: Wenn Ihr noch im 4. Semester seid: Kümmert euch um eure
mündlichen Prüfungen, nicht dass ihr eingeteilt seid, wenn ihr schon
in Belfast sein wollt (i.a. ist das der Fall!). Einen Extratermin
bekommt ihr nirgendwo gerne, weil dann extra ein Prüfungsbeisitzer
gefunden werden muss - es ist einfacher, einen Wechsel zu einem
anderen Prof bzw. einen Prüflingstausch zwischen zwei Professoren zu
arrangieren. Wichtig: Nachdem ein solcher Tausch perfekt ist, muss
dies unbedingt dem Prüfungsausschuss mitgeteilt werden (Herr Lange ist
sehr hilfsbereit), sonst kann es passieren, dass ihr die DVP "wegen
Nicht-Erscheinens" nicht besteht. Falls eure Bemühungen um einen
frühen Termin vergebens sind, bittet Angelika Reiser mit dem
entsprechenden Prof zu sprechen.
Die Nebenfachklausur wird die letzte sein. 1999 war WiWi am 19.
September, Mathematik eine Woche später, so kamen zumindest zwei der
vier TUMler diesen Jahres in den Genuss der Einführungstage. Es ist
wirklich schade, dass die meisten Münchner dieses Orientation Programme verpassen, denn man lernt durch es
nicht nur die Universität und die Sehenswürdigkeiten Belfasts kennen,
sondern auch andere (Erasmus-)Studenten. Hier ist die Einteilung des
Studienjahres 1999/2000:
| Autumn Semester |
| Orientation Programme | Wednesday 22 September - Friday 24 September |
| Weeks 1-12: Teaching | Monday 27 September - Friday 17 December |
| Chrismas holiday (3 weeks) | Monday 20 December - Friday 7 January |
| Weeks 13-15: Assessment | Monday 10 January - Friday 28 January |
| Intra-semester break (1 week) | Monday 31 January - Friday 4 February |
Spring Semester |
| Orientation Programme | Thursday 3 February - Friday 4 February |
| Weeks 1-10: Teaching | Monday 7 February - Friday 14 April |
| Easter holiday (3 weeks) | Monday 17 April - Friday 5 May |
| Weeks 11-12: Teaching | Monday 8 May - Friday 19 May |
| Reading week | Monday 22 May - Friday 26 May |
| Weeks 13-15: Assessment | Monday 29 May - Friday 16 June |

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Courses
Michael
McKeag, der an der Computer Science der Queen's University
zuständig für den Austausch ist, schickt eine Liste der angebotenen
Kurse mit Empfehlungen für Studenten aus München. Als TU-Student wird
man meistens das fünfte und evtl. sechste Semester im Ausland
verbringen. Man gilt in Belfast als Undergraduate im dritten Jahr.
Daher belegt man Level 3
Courses.
Nachfolgend eine Übersicht der Vorlesungen - die Liste ändert sich
von einem Jahr zum nächsten meist nur geringfügig. Die jeweils
aktuelle Version gibt's auch
online.
105CSC310/205CSC311
Multimedia Systems I/II (WS/SS, 0.5/0.5) bei uns nicht
einbringbar, ziemlich überfüllter Kurs, und dazu recht
langweilig. Interessant könnten höchstens die Ausführungen über
JPEG- und MPEG-Komprimierung sein, aber wie bei den meisten
Vorlesungen steigt man nicht sehr tief in die Materie ein.
105CSC313 Neural
Networks (WS, 0.5-Module) Ein recht interessanter Kurs, wird
seit langem von Dr. Patrick Corr gehalten. Eine schöne Einführung in
neuronale Netze, wobei die zugrundeliegende Mathematik nur
oberflächlich behandelt wird. Im Practical darf man selbst ein
neuronales Netz entwickeln.
105CSC314 Advanced
Database Technology (WS, 0.5) Mr McKeag hält diese Vorlesung
selbst. Es geht i.a. um objektorientiertes Design (mit Java) von
Datenbanken. Über Datenbanken allgemein erfährt man leider etwas zu
wenig, stattdessen wird die API der für die Practicals verwendeten
Software erklärt.
110CSC301 Formal
Methods (WS, 1) Sehr gute Vorlesung, die mehr in den
theoretischen Bereich (Bereich III in München) fällt, aber dennoch
prima verständlich gehalten wird. Wurde in den letzten Jahren von
Prof. Clint gelesen, so auch bei uns. Prof. Clint beherrscht sein
Fachgebiet sehr gut und weiß, worüber er redet. Ziel der Vorlesung
ist Softwarespezifikation mit VDM. Muss man gehört haben.
110CSC303 Systems
Software (WS, 1) In diesem recht überfüllten Kurs geht es um
Compilerbau. Allerdings wird die Materie wenig theoretisch
behandelt, sondern es wird die Funktionsweise eines in Modula-2
geschriebenen Compilers erklärt, der selbst eine Teilmenge von
Modula-2 erkennt. Mr Damien McKeever hält sich ziemlich an das Buch
von John Elder, und neigt dazu, etwas schnell durch den Stoff zu
rauschen. Leider stottert der Dozent, was das Zuhören etwas
erschwert. Für die Practicals muss man sich mit Modula-2 vertraut
machen - nicht gerade state-of-the-art, was Programmiersprachen
angeht.
110CSC305
Algorithms: Analysis and Applications (WS, 1) Eine schöne
Einführung zu Algorithmen und Datenstrukturen. Dr Stewart ist ein
hervorragender Dozent. Die Themen umfassen: mathematischer
Hintergrund (gar kein Problem!), Analyse und Vergleich von
Algorithmen, Groß-O-Notation, Suchverfahren, Hashing,
Sortierverfahren, Pattern Matching, Algorithmen in Graphen sowie
NP(-Vollständigkeit). Der Inhalt ist nicht ganz so umfangreich wie
eine Algorithmenvorlesung bei uns, aber eine ausgezeichnete
Vorbereitung. Als Practical ist jede Woche ein Übungsblatt zu
machen.
205CSC312 Image
Processing (SS, 0.5) Passabler und großteils recht
interessanter Kurs über Bildverarbeitung, ist leider ins zweite
Semester verlegt worden.
210CSC304 Advanced Computer
Architecture (SS, 1) Das Stoffgebiet wird bei uns in Info4
abgehandelt, es wird daher wohl schwer fallen, den Prüfungsausschuss
zu einer Anerkennung bewegen zu können.
210CSC306
Artificial Intelligence (SS, 1) Ein Überblick zum Thema KI;
ziemlich populäre Vorlesung. Themen: etwas (Fuzzy) Logik,
Logikprogrammierung, Expertensysteme, Information Retrieval,
Knowledge Retrieval und Linguistik, Spracherkennung/-Verarbeitung.
Insbesondere die letzten Punkte sind Forschungsschwerpunkte und
werden mit Referaten von wissenschaftlichen Mitarbeitern gut und
aktuell vermittelt. Practicals umfassen zwei kleinere Übungsblätter
und ein größeres Praktikum sowie ein Expertensystem.
210CSC333 Internet Applications
Development (SS, 1) (Neue Vorlesung - bitte mit Angelika
abklären, ob sie anerkennbar ist.) Client-Server-Modelle,
Socket-Programmierung, verteilte Programmierung.
310CSC302 Software
Engineering Project (WS+SS, 1) Das große Project, das ihr
machen sollt. Es gilt bei uns als Systementwicklungsprojekt. Fangt
nicht zu spät an, haltet euch nach Möglichkeit an den vorgegebenen
Zeitplan (Ende September bis Ende März bei einem Auslands-Semester,
Mitte April bei zwei). Mr McKeag erkundigt sich nach den
Interessengebieten und leitet die Wünsche an seine Kollegen weiter,
so dass man gute Chancen hat, ein Thema zu bekommen, das einem
liegt.
Für die Vorbereitung auf die Klausuren im Januar empfiehlt es sich,
möglichst viele Altklausuren aufzutreiben und diese anzuschauen, damit
man ein Gefühl für die Prüfungen bekommt. Das heißt aber nicht, dass
jedes Jahr dieselbe Prüfung gestellt wird, seid also auf der
Hut. Alte Prüfungen kann man sich in der Science Library kopieren.
Spätestens wenn man sich die alten Prüfungen ansieht, wird klar,
dass das System in Belfast leider für viele Vorlesungen ziemlich nahe
an unserem Schulmodell ist: "Auswendiglernen - ausspucken -
vergessen". Oft wird in einem Course viel Zeit damit verbracht,
konkret die Programmierung/Anwendung zu erklären - dieses Wissen ist
nach ein paar Jahren überholt. Die eigentlich wichtigen Konzepte
treten eher in den Hintergrund.

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Anerkennung der Leistungen an der TU
An der TU werden die Leistungen aus Belfast anerkannt. Dabei
entsprechen 1.5 Modules genau einem Praktikum bei uns. Dabei müssen
die 1.5 Modules aus einem Teilbereich der Informatik sein, wie es ihn
bei uns gibt.
Für die theoretische Informatik (III) bietet sich
an: Formal Methods (1) oder Algorithms
(1) + Neural Networks (0.5) und als zweites Standbein für die
praktische Informatik (I): Systems
Software (1) + Advanced Database Technology (0.5)
Eine Bestätigung über die bestandenen Klausuren und das Projekt
kommt ziemlich spät, uns wurde etwa Juni versprochen, bei zwei
Semester Aufenthalt könnte es noch etwas länger dauern.
Bis Mitte Juni muss dann ein Sokrates-Erfahrungsbericht ausgefüllt
werden, denn das Akademische Auslandsamt der TU möchte mehr über euren
Aufenthalt wissen. Wichtig: Nur wenn dieser Bericht abgegeben wurde,
gibt's eine mögliche Nachschlagszahlung aus dem EU-Topf. Das können
über 50€ pro Aufenthaltsmonat sein!

Anmeldung für das Studium: 15. Juli Anmeldung ans ILO schicken. Unterkunft aussuchen, bis 15.
August anmelden (ILO), besser aber früher. Verlängerung bis Ende März
zwar offiziell nicht möglich, aber in der Verwaltung ein bisschen
Stress machen und oft kommen und nerven, dann geht's auch dass man nur
bis Ende März bezahlt. Bei anderen vor euch ist's auch gegangen.
Bis 5. September: Anmeldung zu den Semester-Einführungstagen.
Solltet ihr Fragen haben, dann wendet euch an das ILO, dort hilft man
euch gerne weiter.

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Unterkunft
Wo soll ich wohnen? Am nettesten wohnt sich's in den Queen's
Houses. Dort muss man sich selbst versorgen, ist aber unter eher
älteren (für uns gleichaltrigen) Studenten. Außerdem gibt es die
Queen's Elms Halls of Residence. Einzelzimmer werden nicht garantiert,
aber gerade als ausländischer Student bekommt man meistens, was man
sich wünscht. (Allerdings kann leider nur zwischen House/Hall wählen
und nicht ein bestimmtes House.)
Fast überall hat jedes Zimmer ein eigenes Waschbecken. Bad, Dusche,
WC gibt's etagenweise (WCs oft zwei), ebenso Küchen. Wieviele Leute
sich eine Küche teilen, ist ein guter Indikator für die Verhältnisse
in der Küche. Über 10 bedeutet i.a. "Saustall" - bringt euch in diesem
Fall evtl. etwas Geschirr aus Deutschland mit. Waschmaschine, Trockner
und Bügelmöglichkeit werden ebenfalls bereitgestellt.
Für euch als Undergraduates kommen im einzelnen in Betracht:
-
Queen's Elms Catered Halls: Alanbrooke Hall, Hamilton Hall,
Livingstone Hall, Ogilvie Hall
Hochhausartige Wohnsilos, meist recht laut und es ist manchmal
unerträglich, dort zu wohnen. Sie sind eigentlich die einzigen,
von denen man wirklich abraten kann - falls ihr zunächst ein
Zimmer hier bekommt, nervt nochmal per Mail bei der ILO. Für
normale Studenten ist ein Wechsel meist nicht möglich, aber für
Erasmus-Studenten werden Ausnahmen gemacht.
Das Essen in den Catered Halls scheint sich etwas gebessert zu
haben, seit die ersten TU-Studenten in Belfast waren, z.B. gibt es
nicht mehr beans & chips, sondern auch Cornflakes u.ä. zum
Frühstück... Trotzdem: Wenn man sich selbst versorgt, isst man
garantiert besser und gesünder. Leute/Küche: 12
-
Queen's Elms Self-Catering Halls: Riddel Hall (nur
Studentinnen), Wright Hall, Shaftesbury Hall, Beveridge Hall
Kleiner und neuer: Wright Hall wurde 1998 eröffnet, Beveridge
(von den Studenten natürlich gleich in "Beverage" umgetauft) 1999.
Hier lässt es sich schon eher aushalten, zumal sie uncatered sind.
Leute/Küche: 12-16
-
Derryvolgie Hall
Diese self-catered Hall, die von der Presbyterian Church
verwaltet wird, stellt offensichtlich insofern einen Sonderfall
dar, als man sich speziell für sie bewerben muss. Leute/Küche:
9-10
-
![[Vick House]](../uni/erasmus/vick-house.s.jpeg) Vick House, Sans Souci Park
Neue/renovierte Queen's Houses (self-catering): Vick House,
Grant House, Mount Charles
Recht große Häuser mit Einzelzimmern. In Vick House gibt's
kein eigenes Waschbecken im Zimmer. Leute/Küche: 6 (Vick House),
16 (Grant House)
-
Alte Queen's Houses (self-catering): College Gardens, Elmwood
Avenue, Malone Road, Sans Souci Park
Hierbei handelt es sich um normale Wohnhäuser, die von Queen's
übernommen wurden.
Prinzipiell gibt es auch noch die Möglichkeit, sich selbst privat
ein Zimmer zu suchen. Entgegen der Behauptung im Socrates/Erasmus Handbook ist es durchaus möglich, ein
Zimmer in der Nähe der Uni zu finden. Die Preise bewegen sich etwa in
den gleichen Regionen wie für Queen's Accommodation, bei besserem
Preis-/Leistungsverhältnis. Allerdings dürfte diese Alternative in den
meisten Fällen ausscheiden, weil man wegen der DVP nicht früher nach
Belfast fahren kann, um sich ein Zimmer zu suchen.
Um die große Enttäuschung gleich vorwegzunehmen: Bei allen Queen's
Houses/Halls sind die Geschlechter stockwerkweise getrennt. :-)
Wo ihr genau untergebracht seid, solltet ihr Anfang September per
Post erfahren.

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Abreise
Kümmert euch rechtzeitig um ein Ticket, nicht dass ihr dann in
München festsitzt. Auf keinen Fall warten, bis das Semester zu Ende
ist, zu diesem Zeitpunkt wird's schon knapp!
Für den Flug von München nach Belfast kommen Sabena (über Brüssel)
und British Airways (über London Heathrow) in Frage. One-Way-Tickets
gibt es nur für Business-Class-Reisende, zu entsprechenden Preisen, so
dass man notgedrungen ein Ticket für Hin- und Rückflug nehmen muss.
Allerdings gibt es zumindest bei British Airways die Möglichkeit, den
Rückflug erst später, innerhalb eines Jahres in Anspruch zu nehmen und
nicht sofort festzulegen. Man kann also den Rückflug erst in Anspruch
nehmen, wenn man zu Weihnachten oder zum Schluss heimfliegt. Der
Rückflugplatz muss nur rechtzeitig bei der Fluggesellschaft reserviert
werden.
Meist bekommt man den Hin- und Rückflug in München für weniger als
300€. Bislang hatte hier usit
Campus (früher Council Travel) in der Adalbertstraße 32 immer das
beste Angebot.
Laut den Berichten anderer Erasmus-Studenten in Belfast gibt es
noch eine weitere, etwas billigere Möglichkeit; einen Flug nach Dublin
nehmen und dann mit dem Bus nach Belfast fahren (Bus ist sowohl
schneller als auch billiger als Zug). Von uns hat das aber noch keiner
probiert.
Dinge, die man nicht vergessen sollte:
- Bettwäsche - nur in einigen Halls wird sie
bereitgestellt.
- AC-Adapter. In Deutschland werden zweierlei Adapter für
Großbritannien verkauft - ihr benötigt den mit drei
Metallstiften, nicht zwei.
- Einen kleinen Vorrat an Papiertaschentüchern und
Wattestäbchen. Beides ist in Belfast schwer aufzutreiben und
überdurchschnittlich teuer.
- Postsparbuch, EC-Karte etc.
- Sportbekleidung
- Regenschirm, Regenjacke, Gummistiefel... nein, so
schlimm ist's auch wieder nicht, aber es regnet schon oft! :-)

Man kann eine Auslandskrankenversicherung für ungefähr 6€ hier
in Deutschland abschließen (gilt 45 Tage) und zu Weihnachten
heimfahren und eine neue beantragen. Tatsache ist, dass man als
Student an der Queen's University kostenlos ärztlich versorgt wird. Es
gibt auf dem Campus eigene Ärzte für Studenten. (Verordnete)
Medikamente sind dagegen ganz aus der eigenen Tasche zu bezahlen (fast
wie bei uns). Zusätzlich: Die meisten deutschen Krankenversicherungen
haben einen Auslandskrankenschein, der einem im Falle eines Falles
kostenlose ärztliche Versorgung garantiert. Auf jeden Fall bei der
eigenen Krankenkasse erkundigen.
Einwanderungs-Formalitäten
Als EU-Bürger gibt's keine besonderen, Personalausweis genügt.
Führerschein nicht vergessen, falls ihr vorhabt drüben mal ein Auto zu
mieten.
Für Nicht-EU-Bürger muss in manchen Fällen, je nach
Staatsangehörigkeit, ein Visum beantragt werden. Ob dies nötig ist,
erfährt man im Britischen Konsulat in München, das Visum bekommt man
aber nur im Generalkonsulat in Düsseldorf. Es ist eine Bestätigung der
Uni nötig, dass man einen Studien- und Wohnplatz hat. Per Post dauert
das Visum 6 bis 8 Wochen; fährt man dagegen selbst nach Düsseldorf,
bekommt man es am selben Tag. Bevor man hinfährt, sollte man sich
allerdings erkundigen, wann das Konsulat auf hat - im Sommer haben sie
Feiertage, die mit den deutschen nicht übereinstimmen.

Was muss alles erledigt werden? Das hängt jetzt davon ab, ob ihr
rechtzeitig zu den Einführungstagen nach Belfast fliegen könnt. Wenn
ja, dann werdet ihr direkt am Flughafen abgeholt.
Wenn nicht - und das war bisher bei den meisten Münchnern so - dann
nehmt ab dem Flughafen (Haltestelle scharf rechts neben dem
Flughafenausgang) den Bus in die Stadt. (Hin-und-Rückfahrtticket für
den Bus ist für mehrere Monate gültig, man kann also eines nehmen.)
Fahrt bis zur Endstation "Great Victoria Station". Von dort aus ist es
am besten, ihr nehmt ein Taxi bis zu den "Queen's Elms Halls", 78
Malone Road. Ein Taxi direkt vom Flughafen zu nehmen, schlägt mit etwa
£20 zu Buche.
Am Reception Desk bei der Ogilvie Hall bekommt ihr eure
Zimmerschlüssel. Nun könnt ihr erstmal in eure Zimmer einziehen.
Ihr solltet möglichst bald Mr McKeag treffen (macht vielleicht
schon vorher aus München einen Termin aus). Sein Zimmer ist im zweiten
Stock des Bernard Crossland Building. Lasst ihn das Learning Agreement
gegenzeichnen. Er kann euch auch einen vorläufigen Stundenplan
besorgen, wahrscheinlich werden sich noch ein paar Zeiten verschieben
und Tutorials sowie Practicals dazukommen.
Eure student card bekommt ihr in den ersten Tagen
des Semesters in der Seamus Heaney Library. Mit dieser Karte könnt ihr
u.a. Bücher in den Bibliotheken ausleihen.
Zusammen mit dem Studentenausweis bekommt ihr auch einen Zettel mit
Login und Passwort für die PCs in den Open Access Centres. Die Logins
für das Computer Science Lab im Bernard Crossland Building werden
dagegen separat vergeben.
Weiterhin solltet ihr in den ersten Tagen Ausschau nach Ankündigen
des TEFL Centre halten, falls ihr euch für einen Englischkurs
interessiert.

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Leben in Belfast
Man bezahlt mit britischen Pfund, allerdings darf jede nordirische
Bank ihre eigenen Geldscheine herausgeben. Um so größer ist anfangs
die Verwirrung, aber man gewöhnt sich daran.
Es ist empfehlenswert, ein Bankkonto einzurichten. Die Ulster Bank
hat eine größere Filiale gleich neben der Students' Union, die Bank of
Ireland direkt in der Students' Union. Als Begrüßungsgeschenk bekommt
man je nach Bank einen internationalen Studentenausweis oder £20
"Startkapital".
Solltet ihr ein Konto bei der Ulster Bank eröffnen, dann bietet
sich ein Dual Account an (eine Art Girokonto mit Karte für den
Automaten). Die nordirischen Banken arbeiten in einem Verbund, so dass
man mit der Bankkarte einer Bank kostenlos Geld am Automaten einer
anderen Bank holen kann.
Einige Automaten akzeptieren EC-Karten, dort kann man für die
übliche Gebühr Geld abheben.
Eine Auslandsüberweisung kann sehr teuer sein, die Eltern zu Hause
zahlen bis zu 20€ Gebühren. Mit einem neuen Überweisungsverfahren
geht's inzwischen auch für 10€. Trotzdem teuer. Man könnte auch
Reiseschecks einlösen. Mit einem Postsparbuch kann man 4mal im Jahr
kostenlos Geld abheben, aber bei der Summe gibt es ein Limit. Ab dem
5. Mal kostet das Abheben 5.50€. Tipp: Es ist ohne
Zusatzkosten möglich, ein zweites Postsparbuch zu eröffnen.
Eine Kreditkarte ist ebenfalls empfehlenswert. Eurocard/Mastercard
und Visa sind die am meisten akzeptierten Karten, aber auch vereinzelt
Diners Club, American Express, u.a.
Eurocard wird meist akzeptiert (Eurocard ist billiger, die
berechnen beim Auslandsumsatz nur 1% Gebühr, Visa 1,25%, bei
Kreditkartenstelle nachfragen). Mit einer Kreditkarte kann man in
vielen Geschäften und Supermärkten zahlen, ohne Kaution ein Auto
leihen (bei McCausland, die sind seriöser, Kaskoversicherung ohne
Selbstbeteiligung).
Denkt dran, dass ihr etwa Mitte/Ende Oktober eure Unterkunft voll
bezahlen müsst. Da sollte man also genug Geld parat haben. Außerdem
verlangt die Uni £75 als damage deposit für das
Zimmer, die man für die Aufenthaltsdauer hinterlegen muss. (Nicht
gleich am ersten Tag, aber in den ersten Wochen zahlbar). Dieses
damage deposit bekommt man nicht am Abreisetag zurück, sondern es wird
einem ein Scheck am die Heimatadresse nachgeschickt (hat bei uns
tatsächlich geklappt). Wenn man für zwei Semester bleibt, zahlt man
das Zimmer in drei Raten und das damage deposit wird von der dritten
Rate abgezogen.
Die Unterkunft kann man inzwischen auch mit allen gängigen
Kreditkarten bezahlen.
Es gibt mehrere kleine Supermärkte, die sehr lange offen haben,
aber auch etwas teurer sind, sowie eine BP-Tankstelle, die immer auf
hat.
![[Tesco]](../uni/erasmus/tesco.s.jpeg) Tesco, Lisburn Road
Ein größerer Tesco-Supermarkt ist ca. 10 Fußminuten von Queen's
Elms entfernt in der Lisburn Road.
500 Meter stadtauswärts auf der Lisburn Road kommt dann auf der
rechten Seite noch ein Co-Op Superstore, der auch nahezu alles
hat.
Die Innenstadt ist eine gute halbe Stunde von Queen's Elms
entfernt, von der Uni aus sind es etwa 15-20 Minuten. Dort gibt's
natürlich jede Menge Einkaufsmöglichkeiten.
Es fährt auch ein Bus in die City hinein und wieder heraus, aber
das Bussystem ist für uns Deutsche nahezu undurchschaubar. Die
Haltestellen haben keine Namen und die Busse fahren in ziemlich großen
Zeitabständen. Ins Stadtzentrum (City Hall) hinein fahren alle Busse
Richtung Norden (70, 71). Der Bus kommt normalerweise alle 20 Minuten,
am Wochenende seltener. Ein Plan über die Abfahrtszeiten hängt nur an
der Bushaltestelle bei der City Hall.
Die Lebensmittelpreise in Großbritannien sind ohnehin höher als in
Deutschland, und das starke Pfund bzw. der schwache Euro verstärken
diesen Effekt noch - am besten, man fängt erst gar nicht an
umzurechnen...
Mittags gibt es mehrere Möglichkeiten, den Magen zu füllen:
- Die Great Hall in Lanyon Building, mehrere gute Gerichte und
annehmbare Preise. Es gibt auch oft vegetarische Küche. Die
Mahlzeiten wiederholen sich leider etwa alle 3 Wochen.
- Das Cloisters in der Students' Union: Wechselnde Gerichte zu
studentischen Preisen. Es gibt meist drei oder vier Hauptgerichte
zur Auswahl.
- Oasis (da wo die Palme außen hängt): Unweit vom Cloisters in
der Elmwood Avenue, findet sich die Oase, die gute
abwechslungsreiche Mahlzeiten für Studenten anbietet. Achtung:
Warme Mahlzeiten erst ab 12.30 Uhr.
- Catholic Chaplainancy: Wenige Meter von der Oasis entfernt und
recht unscheinbar, findet sich die katholische Studentenpfarrei, wo
man auch reichlich Mittagessen kann. Meist gibt es eine Art von
Fleisch (seltenst Beef) plus Gemüse und Chips.
- Burger King, McDonalds & Co: Wir sind sehr selten dort
gewesen. Sie sind nicht direkt in der Nähe des Campus. Etwa 10
Minuten Richtung Innenstadt findet sich ein McDonalds, kurz davor
auch ein Pizza Hut und nach 20 Minuten erreicht man den Burgerking.
Die traditionellen britischen Fish & Chips sind bei
Bishops am besten, das nur fünf Minuten vom Hauptgelände der
Uni entfernt ist.
![[Chaplaincy]](../uni/erasmus/chaplaincy.s.jpeg) Das Oasis und die Roman
Catholic Chaplaincy, Elmwood Avenue
Das bekannte und in nahezu jedem Stadtführer erwähnte Bot, normal
"Botanic Inn" genannt, ist einen Besuch wert. Im ersten Stock ist eine
Disco, unten wird gemütlich getrunken und geplaudert. Gegenüber vom
Bot ist das Eg - Ye old Eglantine Inn - wo man es auch aushalten kann,
zumal es nicht so überfüllt wie das Bot ist. Andere Kneipen werdet ihr
problemlos selber finden.
In den meisten Pubs in Campus-Nähe gibt's nur einen Einheitsbrei,
was die gespielte Musik betrifft: Dance-Musik. Wer auf Rock/Indie
steht, sollte es einmal mit dem Limelight versuchen.
Zu empfehlen für alle, die klassische Musik mögen, ist ein Besuch der
Belfast Waterfront Hall, nicht zuletzt, weil die Karten
für Studenten spottbillig sind (£1). Karten für's Wochenende werden
Wochentags in dem Gebäude an der Ecke Malone Road/Elmwood Avenue
verkauft, das wie eine Kirche aussieht, aber keine ist.
Es gibt eine mittlere Anzahl an Kinos in Belfast. Der Eintritt für
Studenten ist reduziert und beträgt etwa £3.20 (außer Samstags). Ein
gutes bequemes Kino ist das UGC Cinema, dort laufen die meisten aktuellen Kinofilme, aber
auch im Queen's Film Theatre
laufen gute Streifen.
Eine International Student Identity Card zusammen mit TravelSave
Stamp auf der Rückseite beschert Euch günstiges Zug- und Busfahren auf
der ganzen Insel. Die Karten werden von den Usit Student Travel Offices
ausgestellt, eines ist gleich am Eingang der Students' Union.

Es gibt mehrere so genannte Open Access Centres, in denen
alle Studenten der Universität arbeiten können. Für euch sind dabei
wohl nur die Rechner der Science Library und die der Seamus Heaney
Library interessant. Nur für Informatik-Studenten gibt es außerdem
noch zwei Labs im Bernard Crossland Building, von denen eines 1999
komplett neu ausgestattet wurde.
Während man in den Open Access Centres eine Disk-Quota und
Druck-Quota hat, ist im Bernard Crossland Building bisher keines von
beiden vorhanden. Außerdem sind die Centres oft sehr voll und schlecht
belüftet - die meiste Zeit werdet ihr wohl im Computer Science Lab
sein.
Seid gewarnt: Das Netz funktioniert hier manchmal nicht so schnell
oder zuverlässig wie in München. Mal klappt das Mailen nicht, ein
anderes Mal kommt man nicht mehr ins Web, dann streikt wieder der
Fileserver mit den Home-Directories... Nach einiger Zeit dachten wir
wehmütig an die sehr gut administrierten Maschinen an der TU zurück.
In allen Computerräumen für Studenten läuft als OS ausschließlich
Windows.
Wie ihr wahrscheinlich wisst, kann man sich von außerhalb der TU
aus Sicherheitsgründen nicht per telnet in der Sunhalle einloggen, nur
eine verschlüsselte Verbindung über ssh ist erlaubt. Ein guter
ssh-Client für Windows ist putty.

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Sehenswürdigkeiten
Nordirland
Belfast selbst hat einiges zu bieten, z.B. das Castle, den Hafen,
das Rathaus und Stormont Castle im Osten der Stadt.
Die Coast of Antrim und den Giant's Causeway sollte man einfach mal
gesehen haben. Anfang des Semesters bietet die International
Friendship Association eine Busfahrt dorthin an, aber man kann die
Küste weitaus besser erleben, wenn man an einem schönen sonnigen Tag
mit ein paar Freunden ein Auto mietet und selbst dorthin fährt.
Dunluce Castle ist eine sehenswerte Ruine, und das Dorf Bushmills ist
auch nicht weit weg. Die bekannte Whisky-Distillerie dort hat
allerdings nur Montag bis Freitag offen. Der Bushmills Whisky,
zweifellos einer der besten, ist allerdings im Duty-free Shop um
einiges billiger, auch wenn man ihn gerne an der Quelle kaufen
würde.
Auch eine Fahrt nach (London-)Derry solltet ihr mal machen.
Republik Irland
Es empfiehlt sich, einen Reiseführer für Irland zu kaufen und aus
dem dann die Ausflugsziele herauszusuchen. Mit die schönsten
Landschaften von Irland sind Galway mit Connemara und vor allem auch
Kerry. Aber jede Ecke hat ihren eigenen Reiz. Und Dublin solltet ihr
auf keinen Fall versäumen. Newgrange (eine Art Begräbnisstätte) ist
ein Erlebnis.
Schottland
Wer will, kann auch für einige Tage einen Abstecher nach Schottland
machen. Der Preis für die Hin- und Rückfahrt auf der Fähre beträgt
etwa £30. Edinburgh ist eine sehr schöne Stadt und den Besuch auf
jeden Fall wert, aber auch ein Aufenthalt in Glasgow lohnt sich.

Es empfiehlt sich, einen oder mehrere Kurse am TEFL Centre zu machen. Für
unseren Level sind der Advanced Course oder der Proficiency Course
interessant. Man bekommt zum Abschluss nach der Prüfung eine
Bescheinigung der Universität. Wenn man Lust und Geld hat, kann man
für ca. £50 an einer Prüfung für das Advanced English Certificate
(Cambridge) teilnehmen (kostet in Deutschland etwa 130€).
Hausaufgaben werden zwar gestellt, aber die Bearbeitung ist bis auf
zweimal freiwillig.
Der Proficiency Course verlangt etwas mehr. Hier kann das höchste
Cambridge Certificate gemacht werden. Allerdings darf man im Kurs
öfter mal ein kleines Essay (etwa 500 Wörter) schreiben.
Academical Writing ist bestimmt auch ganz interessant, aber wir
kannten keinen, der diesen Kurs besucht hat. Ein Pronounciation Course
ist für uns Deutsche weniger sinnvoll, da Englisch und Deutsch recht
eng verwandt sind und wir weniger Probleme mit der Aussprache haben
als andere.

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Mach' mit bei Erasmus - du wirst es
nicht bereuen!
![[Nahe Giant's
Causeway]](../uni/erasmus/coast.jpeg) Nahe Giant's Causeway:
Richard, Anja & Anna (nicht TUM), Martin, Peter
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